Zeppelin Rental sichert Notstromversorgung eines Datencenters

Während der Modernisierung einer bestehenden Notstromanlage in einem Datencenter realisierte Zeppelin Rental eine temporäre Backup-Lösung zur Absicherung der Energieversorgung. Sechs Generatoren, umfangreiche Verkabelung, Tanks, eine Trafostation sowie ein Lastwiderstand bildeten die temporäre Anlage. So blieb die kritische Infrastruktur während der gesamten Maßnahme zuverlässig in Betrieb.
Mit dem neuen KRITIS-Dachgesetz steigen die Anforderungen an die Ausfallsicherheit kritischer Infrastrukturen – insbesondere in Datencentern, wo eine unterbrechungsfreie Stromversorgung essenziell ist. Entsprechend hoch sind auch die Anforderungen an Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen im laufenden Betrieb. Auch bei dem Projekt in Fürth galt es daher, höchste Anforderungen zu erfüllen. „Die Anbindung der temporären Anlage musste dabei vollständig unterbrechungsfrei erfolgen, sodass jederzeit ein Generatorbetrieb möglich gewesen wäre – bei Umbauarbeiten im Rechenzentrum ist das unabdingbar“, betont Dr. Torben Wiede, Global Head of Service Line Datacenter bei Atos Information Technology GmbH.
Herzstück der Anlage waren sechs Generatoren mit jeweils 550 kVA Leistung. Diese wurden im sogenannten Twin-Betrieb in drei Paaren betrieben. Dieses Konzept ermöglicht eine flexible Lastverteilung und erhöht gleichzeitig die Betriebssicherheit.
„Durch den Twin-Betrieb können die Generatoren Lasten flexibel aufteilen und gleichzeitig eine zusätzliche Sicherheitsreserve bereitstellen – fällt ein Aggregat aus, übernimmt das zweite unmittelbar die Versorgung. Das Umschalten erfolgt automatisch über die intelligente Steuerung“, erklärt Wolfgang Müller, Teamleiter Vertrieb Süd im Bereich Energie, Klima, Wasser bei Zeppelin Rental. Neben der erhöhten Versorgungssicherheit gewährleistet dies auch einen besonders effizienten Betrieb der Generatoren, wodurch Kraftstoffverbrauch sowie Emissionen und Kosten reduziert werden. Dank einer Fernüberwachung können zudem Leistung, Betriebsstunden sowie Tankfüllstände und Verbrauchsdaten in Echtzeit eingesehen werden. Auf Wunsch erhält der Kunde eine SMS, sobald ein kritischer Tankfüllstand erreicht wird.
Die eingesetzten ecoRent-Aggregate entsprechen der aktuellen Stage-V-Abgasnorm und verfügen über eine SCR-Abgasnachbehandlung, bei der mithilfe von AdBlue Stickoxide im Abgas reduziert werden. Ergänzt wurde die Anlage durch sechs Duo-Tanks mit je 3.000 Litern Fassungsvermögen, die Diesel und AdBlue getrennt bevorraten und speziell für die Lagerung dieser Betriebsstoffe ausgelegt sind.
Neben den Aggregaten spielte auch die Infrastruktur eine zentrale Rolle. Insgesamt wurden rund 4.500 Meter Stromkabel installiert, um Generatoren, Trafostation, Lastwiderstand und Bestandsanlage miteinander zu verbinden.
Dank des eingesetzten Lastwiderstands konnte die Bestandsanlage des Kunden unter realistischen Bedingungen geprüft werden. Die Modernisierung der bestehenden Notstromanlage wird von Zeppelin Power Systems umgesetzt. „Ein Generator im Leerlauf liefert nur begrenzte Aussagekraft über sein Verhalten im Betrieb“, erklärt Wolfgang Müller. „Mit einem Lastwiderstand lässt sich die Anlage gezielt unter Last testen und die Funktionsfähigkeit der Komponenten zuverlässig überprüfen.“
Der Einsatz zeigt, wie temporäre Energielösungen Modernisierungsarbeiten an kritischer Infrastruktur ermöglichen, ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen – ein entscheidender Faktor insbesondere in sensiblen Bereichen wie Krankenhäusern, Datencentern oder in der Industrie. Nach rund sechs Wochen wurde die temporäre Anlage wieder zurückgebaut. Von der Planung des Energiebedarfs über Anlieferung und Installation bis hin zu Service und Rückbau deckt Zeppelin Rental alle Schritte solcher temporären Energielösungen ab.



