
Seit Anfang des Jahres richtet Zeppelin Rental für die Stadtwerke München auf dem Abschnitt der A96 zwischen München-Blumenau/Großhadern und München-Sendling die Baustellen- und Verkehrssicherung ein. Hintergrund sind umfangreiche Infrastrukturarbeiten im Zusammenhang mit einer künftigen Tram-Trasse, darunter der Bau eines Dükers – einer unterirdischen Leitung unter der Autobahn – sowie der Neubau einer Brücke, über die die Tram-Strecke später geführt werden soll. Damit der Verkehr während der Bauzeit weiterhin sicher fließen kann, wurde eine neue Verkehrsführung eingerichtet.
Die Planungen begannen bereits im November 2025, die Arbeiten vor Ort starteten Mitte Januar 2026. In den Wochen zuvor wurden schrittweise Verkehrssicherungselemente aufgebaut und vorbereitende Maßnahmen umgesetzt. Höhepunkt der Arbeiten war eine nächtliche Vollsperrung, in der die sogenannte 5:0-Verkehrsführung final eingerichtet wurde. Dabei werden alle fünf Fahrstreifen der Autobahn auf eine Fahrbahnseite verlegt – drei Spuren in die eine Richtung und zwei in die andere. Die gegenüberliegende Fahrbahn steht anschließend vollständig für die Bauarbeiten zur Verfügung.
„Bei solchen Maßnahmen muss jeder Handgriff sitzen“, erklärt Sara Gerlich, Bauleiterin im Bereich Baustellen- und Verkehrssicherung bei Zeppelin Rental. „Unser Anspruch ist, dass Verkehrsteilnehmer von der komplexen Organisation im Hintergrund möglichst wenig bemerken – außer einer klar geführten und sicheren Verkehrsführung.“
Für die Verkehrssicherung kommen umfangreiche Materialien zum Einsatz: Rund 100 Verkehrszeichen, 50 Absperrschranken, 350 Leitbaken und 150 Warnleuchten sorgen für Orientierung und Sicherheit. Ergänzt wird die Sicherung durch etwa 4.000 Meter Gelbmarkierung sowie rund 3.700 Meter transportable Schutzeinrichtung der Aufhaltestufe T3/W2, die Fahrzeuge im Ernstfall sicher von der Baustelle fernhält und gleichzeitig nur wenig Platz auf der Fahrbahn benötigt.
Eine besondere Rolle spielen dabei mehrere Schilderbrücken, die Verkehrsteilnehmer frühzeitig über Spurführungen und Baustellenbereiche informieren. Für deren Fertigung und Montage war METON verantwortlich – eine Tochtergesellschaft von Zeppelin Rental.
„Wir haben zwei Schilderbrücken mit einer Spannweite von je rund 20 Metern sowie einen Ausleger mit einem Achsmaß von 5,55 Metern bis zur Schildmitte gefertigt, transportiert und in der Nacht installiert“, erläutert Andreas Hofmann, Vertrieb und Außendienst bei METON. Dazu gehörte das Setzen der Fundamente, die Montage der Masten sowie das abschließende Anbringen der Verkehrsschilder an den Schilderbrücken.
„Insgesamt haben wir rund 42 Tonnen Stahl und Beton an die Baustelle geliefert und aufgebaut“, so Hofmann weiter. „Die Herausforderung lag in einem Höhenversatz von fast drei Metern zwischen den beiden Seiten der Autobahn. Dafür war eine spezielle statische Lösung erforderlich, die gemeinsam mit dem Prüfstatiker des Auftraggebers umgesetzt wurde.“
Neben den technischen Anforderungen stellte vor allem die Organisation hohe Ansprüche an alle Beteiligten. Während der nächtlichen Vollsperrung arbeiteten zahlreiche Gewerke parallel auf der Baustelle. Insgesamt 21 Verkehrssicherungsmonteure von Zeppelin Rental und drei METON-Monteure waren gleichzeitig im Einsatz, unterstützt von weiteren Teams in den Wochen der Vorbereitung.
„Entscheidend ist eine präzise Abstimmung – sowohl innerhalb der Teams als auch mit allen Projektpartnern“, betont Sara Gerlich. „Die Planung haben wir gemeinsam im Team vorbereitet – unter anderem mit meinem Kollegen Maksym Garkavenko, der das Projekt ebenfalls intensiv begleitet hat.“
Zu den Projektpartnern gehörten neben den Stadtwerken München unter anderem die Autobahnmeisterei München-West, Planungsbüros sowie mehrere Bauunternehmen.
„Solche Projekte zeigen, wie wichtig Erfahrung und eingespielte Abläufe sind“, ergänzt die Bauleiterin. „Wir liefern nicht nur Material und Montage, sondern koordinieren die Maßnahmen so, dass sich Kunden auf ihre Kernkompetenz konzentrieren können.“
Die Arbeiten auf der A96 sollen noch bis 2028 andauern. Die Baustellen- und Verkehrssicherung wird dabei kontinuierlich gewartet, angepasst und abschließend fachgerecht demontiert.



